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Freiwillige Feuerwehr Eisingen – Hauptversammlung


Ehrungen und Beförderungen (von links): Schriftführerin Beate Schwarz, wiedergewählter Vizekommandant Hans-Georg Schwarz, Kommandant Marcel Kröner, Vize-Kreisbrandmeister Michael Szobries, Vize-Feuerwehrverbandsvorsitzender Udo Frey, Michael Oesterle, Bürgermeister Thomas Karst, Christian Thümmel, Felix Schmidt, Thyra Eberlein, Nina Gölz und Carolin Schickle.

Bei der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Eisingen im Sitzungssaal des Gerätehauses wurde deutlich, dass das vergangene Jahr für alle eine sehr arbeitsintensive Zeit war, die viele positive Neuerungen und Verbesserungen mit sich brachte. Dass das „Betriebsklima“ bei der Wehr bestens ist, veranschaulichte Schriftführerin Beate Schwarz mit ihrer Schilderung des gemeinsamen Ausfluges nach

Wie Kommandant Marcel Kröner berichtete hat die Einsatzabteilung derzeit 44 aktive Mitglieder, darunter zwölf Kameradinnen. Die drei Neuzugänge kamen aus der Jugendfeuerwehr. Im Jahr 2019 waren 27 Einsätze notwendig, (im Vorjahr 39), darunter zehn Brandeinsätze und sechs Unwettereinsätze. Dreißig Mal wurden Übungsdienste durchgeführt. Zur Altersmannschaft gehören neun Angehörige. Feuerwehrkommandant Kröner berichtete weiter über einen enormen Zeitaufwand im Vorfeld, bis das Löschfahrzeug HLF 10 in Auftrag gegeben werden konnte. Das Fahrgestell liefert nun die Firma MAN, den Aufbau die Firma Magirus. Es wird rund 400.000 Euro kosten und voraussichtlich noch Ende dieses Jahres ausgeliefert.

Ein Unfall des Löschfahrzeuges LF 10, Baujahr 2006, machte eine außerplanmäßige zusätzliche Fahrzeugbeschaffung notwendig, da laut Sachverständigem eine Instandsetzung keinen Sinn machte. Um den Grundschutz sicherzustellen wurde Eisingen das KatS-LF der Feuerwehr Mühlacker zur Verfügung gestellt. Für den schnellen Ersatz konnte glücklicherweise bei der Firma WISS-Feuerwehrfahrzeuge, Herbolzheim, ein Mittleres Löschfahrzeug (MLF) als Lagerfahrzeug gefunden werden, das die Firma mit den vorhandenen Gerätschaften des Unfallfahrzeuges bestückt hat.  

Jugendfeuerwehrwart Christian Thümmel wird bei der 20-köpfigen Jugendfeuerwehr auch von seinen beiden Stellvertretern Markus Haußer und Gill Gerke sowie vier weiteren Jugendleitern unterstützt. Rund 650 Stunden wurden ehrenamtliche Jugendarbeit geleistet. Im Pokalwettkampf beim Kreisjugendfeuerwehrtag konnten gute Plätze erzielt werden. Wichtig war, dass zwei unterschiedlich angelegte Brandschutzerziehungsmaßnahmen durchgeführt werden konnten, und zwar mit den dritten Klassen der Grundschule und zwei Gruppen des evangelischen Kindergartens, so Thümmel. Im Jahr 1995 wurde die Jugendfeuerwehr gegründet. „Bis heute können wir darauf bauen, dass durch die Übernahme der Jugendlichen in die aktive Wehr genügend Kräfte in der Einsatzabteilung vorhanden sind. Das Jubiläum wollen wir Ende Mai mit den Jugendfeuerwehren im Enzkreis feiern“, erklärte der Jugendfeuerwehrwart.

„Mit Blick auf die jederzeit möglichen Großschadensereignisse bin ich für Eisingen froh zu wissen, dass wir eine leistungsfähige und gut motivierte Feuerwehr haben. Sie leisten alle Ihren Dienst für unsere Einwohner selbstlos und unter Einsatz ihrer Gesundheit. Dafür darf ich Ihnen die Wertschätzung des Gemeinderats und der Verwaltung überbringen“, sagte Bürgermeister Thomas Karst. Für die Jugendarbeit attestierte er, dass in Eisingen ein ganz tolles Team in der Verantwortung ist. Für das Zukunftskonzept soll eine Arbeitsgruppe von Feuerwehr und Gemeindeverwaltung hier konkrete Lösungen erarbeiten.

Michael Szobries, stellvertretender Kreisbrandmeister bestätigte: „Die Feuerwehraufgaben sind in Eisingen hervorragend gemeistert worden. Auch mit dem Ersatzfahrzeug MLF aus dem Lagerbestsand der Firma WISS ist eine qualitativ gute Lösung gefunden worden“. Über die Zukunftswerkstatt des Feuerwehrverbandes „Feuerwehr 4.0 – Zukunft 2030“ berichtete

Udo Frey, stellvertretender Vorsitzender des Feuerwehrverbandes Enzkreis. Die Ergebnisse werden am 17. März in Niefern präsentiert. Die Enzkreisjugendfeuerwehr will alle örtlichen Jugendfeuerwehren besuchen. Es soll ein Koffer mit Utensilien zur Brandschutzerziehung an Kindergärten und Schulen übergeben werden.

Als Höhepunkt der Hauptversammlung ehrten Vize-Kreisbrandmeister Michael Szobries und der stellvertretende Feuerwehrverbandsvorsitzende Udo Frey den Hauptlöschmeister Michael Oesterle für seine 40-jährige aktive Feuerwehrzugehörigkeit. Sein pflichtgetreuer ehrenamtlicher Einsatz wurde mit dem Feuerwehrehrzeichen des Landes Baden-Württemberg in Gold gewürdigt.

Der stellvertretende Kommandant Hans-Georg Schwarz wurde einstimmig wiedergewählt. Befördert wurden: Christian Thümmel zum Löschmeister sowie Thyra Eberlein, Nina Gölz und Carolin Schickle zur Feuerwehrfrau und Felix Schmidt zum Feuerwehrmann.

Text und Foto: Schott

 

 

 

 

 

Nachricht vom: 20.01.2020