Eisingen | Aus dem Gemeindeleben | Rathaus | Handel & Gewerbe

Eisingen feierte mit italienischen Gästen aus San Polo d’Enza 30 Jahre Freundschaft



Herzliche Atmosphäre beim Festabend mit (von links): Bürgermeister Thomas Karst, Sindaco Franco Palù, Prima Ganapini, Vorsitzende des italienischen Partnerschaftsvereins, sowie Organisatorin Ute Lutz und FiB-Vorsitzender Werner Weisweiler.

Vor fast genau 30 Jahren, am 27. August 1989, unterzeichneten die damaligen Bürgermeister Werner Kiko aus Eisingen und Centurio Frignani aus San Polo d’Enza in der norditalienischen Provinz Reggio Emilia den Vertrag über die Gemeindepartnerschaft. Seitdem treffen sich stetig die Bürger aus den beiden 750 Kilometer entfernten Gemeinden, in denen auch Freundeskreise zur Pflege der Partnerschaft bestehen.

 

Um 30 Jahre Partnerschaft zu feiern, konnte Bürgermeister Thomas Karst am Wochenende fast 50 Gäste aus San Polo d’Enza, an der Spitze sein Amtskollege Franco Palù, zu einem viertägigen Besuch begrüßen. Alle waren bei den ihnen bekannten Gastfamilien untergebracht. Auf dem Besuchsprogramm standen auch Stadtführungen in Bretten und Baden-Baden. Höhepunkt des Treffens war am Samstagabend der Festakt „30 Jahre Partnerschaft“ in der Bohrrainhalle mit einem bunten Unterhaltungsprogramm.

 

Hier konnte Bürgermeister Karst seitens der dortigen Verwaltung neben Sindaco (Bürgermeister) Franco Palù auch Assessore Elisa Cavatorti, den ehemaligen Rathauschef Ettore Ghielmi sowie seitens des Partnerschaftsvereins „Arci Gemellaggi“ Prima Ganapini und Anna Bertini willkommen heißen. Der frühere Eisinger Bürgermeister Werner Kiko brachte als „Gründungsvater“ der Partnerschaft durch seine Anwesenheit ebenfalls seine Verbundenheit mit San Polo zum Ausdruck. Wertvolle Übersetzungsdienste leisteten Organisatorin Ute Lutz und Vorsitzender Werner Weisweiler vom Freundeskreis internationale Beziehungen (FiB), dessen Mitglieder auch die Bewirtung übernahmen.

 

Mit Blick auf die heutige Situation in Europa machte Bürgermeister Karst in seiner Festrede deutlich, dass das Versprechen in der Partnerschafsurkunde, nämlich „die menschlichen, kulturellen, sportlichen und wirtschaftlichen Beziehungen zu fördern und Bürger, vor allem die Jugend, im Geiste der Verständigung freundschaftlich zusammenzuführen“, eingehalten wurde. „Tolle Freundschaften sind entstanden. Auch die Jugend spiele eine aktive Rolle bei den Begegnungen“, so Karst weiter. Viel für diese Entwicklung hätten die beiden Verantwortlichen in den Partnerschaftsvereinen Prima Ganapini und Ute Lutz getan.

 

Sindaco Franco Palù erinnerte an die Entwicklung Europas seit Beginn der Partnerschaft. Damals seien zwei Grenzkontrollen notwendig gewesen. Dank der Partnerschaften und Freundschaften sei es „unser Europa“ geworden. Allerdings müsse man die Errungenschaften mit der Kraft der Vernunft verteidigen.

Musikalisch eröffnet und geschlossen wurde der Festabend mit exzellenten flotten Auftritten des Bläserquintetts des Musikvereins Eisingen mit (auf den Foto von links) Marco Bauer (Trompete), Robin Böhringer (Tenorhorn), Mirco Karst (Tuba), Cornelia Schmid (Waldhorn) und Tim Böhringer (Trompete). Das „Rondeau“ von Jean-Joseph Mauret sowie einige Polkas, wie „Böhmisches Feuer“, „Mährischer Frühling“ und „Musikantenfreundschaft“ standen auf dem Programm.

Alle Gäste im Saal sangen mit beim Lied „Romagna mia“, quasi dem „Badnerlied“ der Region Emilia-Romagna. Hierzu und für ihre weiteren Liedvorträge, wie das italienischen Volkslied „L‘uccellino nel bosco (Das Vöglein aus dem Walde)“ und „Wach auf mein Herzens Schöne“ erhielt die Chorgemeinschaft „Eintracht“ Eisingen unter der Leitung von Alexander Weber auch riesigen Beifall.

Sportliches fürs Auge boten mit ihrem Bändertanz die sechs „Ragazze“, die Mädels der rhythmischen Sportgymnastikgruppe San Polo.

Mit fünf Tänzen, wie dem „Mambo Italiano“ oder „Poker face“, überzeugte die „Line Dance Gruppe“ des Turnvereins Eisingen unter der Leitung von Marion Berger das Publikum.

Schließlich ließ es sich Sindaco Franco Palù nicht nehmen, die Gitarre auszupacken und in Begleitung seines Kollegen Thomas Karst am Keyboard den Song „Wish you were here“ von Pink Floyd zu interpretieren.

 

Text und Fotos: Schott

Nachricht vom: 09.09.2019