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Aus der Einwohnerversammlung


An mehreren Entwicklungsplänen konnten die Besucher der Bürgerversammlung die Vorträge Revue passieren lassen. Bürgermeister Thomas Karst und die Planer Stefanie Ganter, Stefan Wammetsberger und Werner Gerhardt (ab Dritter von rechts) beantworteten ihre Fragen.

Die Erarbeitung eines Gemeindeentwicklungskonzeptes für Eisingen und die Möglichkeiten künftiger Baulanderschließungen waren Schwerpunktthemen bei der Einwohnerversammlung in der Bohrrainhalle. Bürgermeister Thomas Karst informierte, dass der Gemeinderat bereits im Jahr 2015 die Aufstellung eines in die Zukunft gerichteten Konzeptes unter Mitwirkung der Bevölkerung beschlossen hat. Das Karlsruher Stadtplanungsbüro Gerhardt erhielt dazu den Auftrag. Für den Umweltschutz waren das Büro BIOPLAN und für den Verkehr das Büro Koehler-Leutwein eingeschaltet.

Bereits im Sommer 2016 gab es Ortsbegehungen. Aus den ersten Ergebnissen der Analysen wurden im November 2016 bei einer Klausurtagung des Gemeinderates Schwerpunkte erarbeitet. Im Frühjahr 2017 war eine Ortsbegehung mit den Bürgern, und es wurden themenbezogen Arbeitsgruppen gebildet. Jetzt, in der Einwohnerversammlung, gaben Stadtplaner Werner Gerhardt und seine Kollegin Stefanie Ganter sowie der Verkehrsexperte Stefan Wammetsberger einen zusammenfassenden Bericht mit Handlungsempfehlungen. Die Machbarkeitsstudie „Neubauflächen“ hat ergeben, dass in den Gewannen „Lange Äcker“, „Mangold“, „Äußere Liß (östlicher Teil)“ und „Wegländer“ eine Entwicklung empfohlen wird. Dabei sind die auf etwa gleicher Höhenlage und hintereinander liegenden Flächen „Lange Äcker“ und „Mangold“ bereits im Flächennutzungsplan als Erweiterungsflächen vorgesehen. Sie erhielten in der Bewertung die Priorität 1.

Um zu ihrer Erschließung die ohnehin engen Ortsstraßen nicht zusätzlich zu belasten, wurden laut Wammetsberger drei Varianten für eine neue Erschließungsstraße westlich der jetzigen Bebauung untersucht. Priorität hat eine wegen des Höhenunterschiedes geschwungene Straße, die über einen künftigen Verkehrskreisel an der Landesstraße L 621 am Ortsende in Richtung Stein nach oben geführt wird. Die Kosten für die S-Kurven-Strecke mit einseitigem Gehweg wurden mit 510.000 Euro beziffert. Dazu kommen noch die Baukosten für den Kreisel mit etwa 500.000 Euro. Laut Planerin Ganter sind Abstimmungsgespräche mit dem Regionalverband Nordschwarzwald, dem Regierungspräsidium Karlsruhe und dem Landratsamt Enzkreis über diese Planung positiv verlaufen. Der Gemeinderat wird demnächst über das weitere Vorgehen entscheiden.

Interessante Informationen zur Gemeindeentwicklung bekamen die Zuhörer bei der Eisinger Einwohnerversammlung. Sie stellten auch Zwischenfragen zu einigen Planungsdetails.

Zum Gemeindeentwicklungskonzept haben Bürger und Gemeinderat bereits einen umfangreichen Maßnahmenkatalog erarbeitet, der beispielsweise von der Gestaltung und Belebung der Ortsmitte, von neuen Wohnformen über die bauliche Entwicklung bis hin zur Verbesserung der technischen Infrastrukturen geht. Bei seinem kurzen Rückblick über das kommunalpolitische Geschehen der Jahre 2017 und 2018 informiert Bürgermeister Karst auch über die Sanierungsmaßnahmen in der Grundschule, die zentrale Hortbetreuung, den Neubau des evangelischen Kindergartens, die Sanierungsmaßnahmen bei der Wasserversorgung sowie den Breitbandausbau. Die Gemeinde ist Anfang nächsten Jahres schuldenfrei. Sie hat ein Sparbuch mit rund 800.000 Euro, und die Gemeindekasse ist mit einem Bestand von derzeit 2,5 Millionen Euro auch liquide.

Text und Fotos: Schott

 

Nachricht vom: 29.10.2018