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Großes Einweihungsfest für die neue evangelische Kindertagesstätte


 

Nach einem freudigen Festzug nahmen die Kinder ihr neues „Zuhause" an der Gartenstraße in Besitz.

Es war ein großes Fest für Eisingen, die Einweihung der neuen evangelischen Kindertagesstätte (Kita). Sie wurde in nur 16-monatiger Bauzeit in Holzbauweise neben den alten Kindergartengebäuden errichtet, die inzwischen abgerissen sind. Beim ökumenischen Gottesdienst in der Kirche stellte Pfarrer Ralf Krust dieses neue Haus unter den Segen und Schutz Gottes mit den Worten: „Segne die Kinder und alle, die hier ein- und ausgehen. Gib, dass diese Kindertagesstätte ein Ort fröhlichen Spielens und Lernens wird".

Danach formierten sich Kinder, Eltern und Gemeindemitglieder mit Bürgermeister Thomas Karst, Kita-Leiter Reinhard Cone und Pfarrer Krust an der Spitze zu einem freudigen Festzug nach der Gartenstraße, um das neue „Zuhause" in Besitz zu nehmen.

Zum Auftakt des Festaktes vor Ort machte Pfarrer Krust deutlich, dass nicht nur ein wunderschönes Gebäude eingeweiht werde, sondern auch eine umfassende Konzeption für die Kindergartenarbeit entwickelt wurde.

Kita-Chef Cone brachte es auf den Punkt: „Die uns anvertrauten Kinder sollen gerne zu uns kommen, sich angenommen und wohl fühlen. Wir achten die Eigenständigkeit und Persönlichkeit eines jeden Kindes und wir unterstützen es in der Ausgestaltung seiner Talente, Fähigkeiten, Möglichkeiten und seiner Grenzen".

Helle und pädagogisch interessant ausgestattete Räume, hier die „Forschungswerkstatt", zeichnen die neue Kita aus.

Jedes Kind gehört zwar einer Stammgruppe an. Nach dem Frühstück kann es jedoch in die Bereiche gehen, die es besonders interessieren. Das sind beispielsweise auch „Zahlenland", „Buchstabenland", „Theatergruppe", „biblische Geschichten" oder das Labor zum „Forschen und Entdecken". Insgesamt sind es 120 Kinder, die in zwei Kleinkindgruppen, vier Ü-3-Gruppen und einem Waldkindergarten von 16 pädagogischen Mitarbeiterinnen betreut werden, so Cone.

Große Freude über das gelungene Werk: Architekt Albrecht Scheible (Zweiter von rechts) übergab symbolisch den Schlüssel für die neue Kindertagesstätte an Bürgermeister Thomas Karst, Kindergartenleiter Reinhard Cone und Pfarrer Ralf Krust (von links).

Bürgermeister Thomas Karst sprach von einem architektonisch großartigen Gebäude mit einer modernen pädagogisch ausgerichteten Ausstattung. Dabei hob er die besondere planerische Leistung des ebenfalls anwesenden Architekten Albrecht Scheible vom Architekturbüros D’Inka Scheible und Hoffmann in Fellbach hervor. Für die von der Evangelischen Kirchengemeinde betriebene Kindertagesstätte übernahm die politische Gemeinde rund 95 Prozent der bis jetzt 3,5 Millionen Euro Baukosten. Aus Mitteln der Ortskernsanierung erwartet die Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von 600.000 Euro. Bei ihrem Grußwort würdigte Ulrike Pönisch, Fachberaterin der Diakonie Baden, die großartige Zusammenarbeit zwischen politischer Gemeinde und Kirchengemeinde, den hohen ehrenamtlichen Einsatz sowie die geschaffenen guten Voraussetzungen für die persönliche Entwicklung der betreuten Kinder.

Zur Bewältigung des Baugeschehens haben Kirchengemeinde und Gemeinde einen paritätisch besetzten Bauausschuss unter Leitung von Kirchengemeinderat Bernd Lindenmann gebildet. Bürgermeister Karst würdigte den enormen ehrenamtlichen Einsatz Lindenmanns, der quasi die Bauherreneigenschaft für das Projekt übernommen hat.

Seitens der Katholischen Kirchengemeinde, die als unmittelbare Nachbarin bei Bedarf auch ihre Räumlichkeiten für Kita-Zwecke zur Verfügung stellte, sprach Pfarrer Thomas Ottmar Kuhn ein Grußwort und den Schlusssegen. Begleitet wurde die Einweihungsfeier von den Aufführungen der Kinder und vom Posaunenchor unter der Leitung von Ralf Kunzmann.

Text und Fotos: Schott

Nachricht vom: 22.05.2019