Eisingen | Aus dem Gemeindeleben | Rathaus | Handel & Gewerbe

Zentrale Schulkindbetreuung unter der Regie der Gemeinde Eisingen an der Grundschule eingeweiht

„Villa Bergäcker“ kommt gut an bei Kindern und Eltern

 „Villa Bergäcker“ klingt nicht nur gut und vielversprechend. Hinter dem schönen Namen steckt auch eine gelungene Einrichtung, nämlich die Schulkindbetreuung unter der Trägerschaft der Gemeinde Eisingen. Sie ist nun zentral im Gebäude der Grundschule im Gewann „Bergäcker“ angesiedelt. Mit einer Feierstunde in der Schulaula und einem heiteren Einweihungsfest in den neuen Horträumen und im Pausenhof wurde die Einrichtung offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Schulkindbetreuung ist ein freiwilliges Angebot der Gemeinden, worauf – im Gegensatz zum Kindergarten – kein Rechtsanspruch besteht. „Aber wir haben in Eisingen schon seit Jahren diesen Bedarf an Betreuung erkannt und wollen und werden dieses Angebot zur Verfügung stellen“, unterstrich Bürgermeister Thomas Karst in seiner Ansprache. Zunächst waren Hortgruppen an die evangelische Kindertagesstätte in der Gartenstraße und die kommunale Kindertagesstätte im Waldpark angegliedert worden. „Es war fester Wille der Verantwortlichen bei den Kindergartenträgern, dieses provisorische Hortangebot zu einer zentralen Einrichtung zusammenzuführen und auch bedarfsgerecht auszubauen“, so Karst. Der Umstand, dass man sich im Jahr 2015 für die Grundschule als Standort des Hortes entschieden habe, sei keine Entscheidung gegen den bisherigen Träger gewesen, sondern der Abwägung anderer Argumente geschuldet, betonte Karst. In den Kindertagesstätten sei auch in Sachen Hort-Betreuung erstklassige Arbeit geleistet worden, für die man dankbar sei. Silvana Mede, die den zentralen Hort leitet, freut sich: „Wir sind hier genau richtig. Wir haben tolle Freizeitmöglichkeiten und auch nur ein ganz kurzes Stück in den Wald, wo es immer etwas zu entdecken gibt.“ Auf 45 Kinder ist derzeit die Nachmittagsbetreuung im Hort ausgelegt, dazu kommen weitere modular aufgebaute Angebote, wie die Kernzeitbetreuung, die Hausaufgabenbetreuung und flexible Angebote für einige Tage in der Woche. Auch eine Ferienbetreuung gibt es in der „Villa Bergäcker“. Die Räume für den Hort konnten überwiegend aus dem Bestand übernommen und entsprechend angepasst werden. Allerdings war auch ganz Neues notwendig: So wurden im Untergeschoss durch einen Anbau Flächen gewonnen für eine Küche, Sanitär- und Personalräume. Auch das Foyer wurde neu gestaltet und bietet nun mehr Platz. Im Zuge der Umbauarbeiten konnte auch für das Jugendzentrum, das sich ebenfalls im Untergeschoss der Grundschule befindet, erstmals ein separater Zugang geschaffen werden, erläuterte Architekt Frank Morlock, der mit Bauleiter Christoph Waizenegger für Planung und Ausführung verantwortlich war. Lange hingezogen hatte sich das Baugenehmigungsverfahren, da, ausgelöst durch den Umbau für den Hort, für das ganze Schulgebäude neue Brandschutzbestimmungen zur Anwendung kamen. Von der finanziellen Seite her gibt es Erfreuliches zu vermelden: Die Kosten für den Umbau zum Hort liegen mit voraussichtlichen 430.000 Euro unter dem Planansatz von rund einer halben Million Euro. Die Brandschutzmaßnahmen am gesamten Schulgebäude schlagen mit 170.000 Euro zu Buche, die Umbauten am Jugendzentrum mit 25.000 Euro.

Pfarrer Ralf Krust spendete der neuen Einrichtung den kirchlichen Segen. Die Mitarbeiter und Kinder des Hortes zeigten den Besuchern eine eigens erstelle Bildershow mit einem bunten Querschnitt ihrer Aktivitäten. Bürgermeister Thomas Karst erhielt von den Kindern ein Bild mit dem Titel „Frühling“ als Erinnerung an die Einweihungsfeier geschenkt. Viel Dank ging an Hausmeister Thomas Bräuner, der mit Ideenreichtum und Tatkraft handwerklich viele tolle Sachen möglich machte, darunter auch die schöne Garderobe im neuen Foyer im Untergeschoss. Beim anschließenden Sommerfest gab es neben Speis und Trank auch viel Spiel und Spaß, so ein Go-Cart-Wettrennen mit verbundenen Augen und Lotsen und eine Hüpfburg.

 

 Bei der Einweihungsfeier in der Aula der Schule (von links): Pfarrer Ralf Krust, Bürgermeister Thomas Karst, Hortleiterin Silvana Mede und Architekt Frank Morlock.

Ein leckeres Kuchenbüfett war im abgetrennten Bereich des Werkraumes aufgebaut, wo sonst unter anderem mit Begeisterung Tisch-Kicker gespielt wird.

Auch der Pausenhof war schmuck dekoriert für die Einweihungsfeier. Im Hintergrund die große Hüpfburg.

Text und Fotos: Schott

Nachricht vom: 29.05.2017